Kinder-Geschichte/hund
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Kinder-Geschichte
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einleitung  
       

Tim und der große Hund                   hören     


Tim albert auf dem Weg zur Schule mit seinen Freunden herum. Sie machen Witze, springen und laufen. Plötzlich zuckt Tim zusammen. Hinter ihm ist lautes Hundegebell und ein böses Knurren zu hören. Die Kinder starren auf Tim und den großen Hund hinter ihm.
Tim dreht sich langsam um und steht direkt vor einem riesigen schwarzen Hund. Der Hund hatte die Vorderpfoten an einem Zaun aufgestützt und schaute Tim direkt ins Gesicht.
Der schrie erschrocken auf. Dann rannte er so schnell er konnte davon. Die anderen Kinder liefen hinterher.
Hinter der nächsten Ecke hielten sie an. Der Hund war nicht mehr zu sehen. „Puh,“ sagte einer der Jungs „war der groß. Der Tim hat sich bestimmt in die Hose gemacht vor Angst. Ich hätte es bestimmt getan. Wo ist er überhaupt?“ Tim hatte nicht angehalten. Er war gelaufen so schnell er konnte. Bis zur Schule war er gerannt. Erst da fühlte er sich in Sicherheit.
Als die anderen Kinder in der Schule ankamen machten sie Witze über Tim und den großen Hund. Nach diesem Erlebnis ist Tim immer einen Umweg zur Schule gegangen, damit er nicht mehr an dem Haus mit dem Hund vorbei gehen musste. Die anderen Kinder ärgerten ihn deshalb oft.
Eines Tages ging Tims Vater mit zur Schule. Er wollte zur Bank, die sich direkt neben der Schule befand. Als er in die Strasse abbog, in der das Haus mit dem großen Hund im Garten stand zog Tim seinen Vater weiter.

        

Was ist denn“, wunderte sich der Vater „ Wir müssen doch hier abbiegen“. „Nein“, sagte Tim „Ich gehe immer hier lang , das ist besser“. „Tim“, widersprach der Vater „ das dauert viel zu lange. Ich habe nicht so viel Zeit.“ „ Aber ich möchte dort nicht langgehen“, jammerte Tim. „Es tut mir leid, aber ich habe es eilig, wir gehen jetzt hier lang“ befahl der Vater und zog Tim hinter sich her.
Gemeinsam liefen sie die Straße entlang. Gerade als sie am Haus mit dem großen Hund vorbei kamen, stand er plötzlich wieder am Zaun und bellte, genau wie beim letzten mal. „ Huch“, drehte sich der Vater erschrocken um „ der ist aber groß“!
Ja“, sagte ein Mann der der genauso plötzlich im Garten auftauchte wie sein Hund „ und er macht sich einen Spaß daraus die Leute zu erschrecken, die hier am Zaun vorbei gehen. Ich habe ihm das schon so oft verboten. Aber da hört er nicht auf mich. Sonst ist er ein liebes Tier. Ich hoffe er hat Sie nicht zu doll erschreckt“?
Ach, äh, nein, nein. Es geht schon“ stotterte der Vater immer noch etwas verstört. Tim war ganz weiß im Gesicht und starr vor Angst „ Wissen Sie“, sagte der Mann „Mein Hasso ist furchtbar verfressen. Geben Sie ihm doch eins von diesen Hundeleckerlies hier. Dafür wird er Sie lieben“. Der Mann gab dem Vater aus einer Schachtel ein Leckerli in die Hand. „ Tim möchtest Du dem Hund etwas geben“? fragte der Vater. Tim war unfähig zu antworten. Er nahm ein Leckerli und warf es weit in den Garten, so das der Hund vom Zaun weglaufen musste um es zu holen. Schwanzwedelnd und schmatzend kam er zurück, setzte sich vor Tim an den Zaun und bettelte nach mehr Leckerlis.
Tim musste lachen. Das sah lustig aus. Jetzt warf er ihm eins direkt ins Maul. „ Ihr Sohn versteht sich gut mit Hunden“, sagte der Mann hinterm Zaun, wenn Du möchtest darfst Du ihn auch einmal streicheln. Der Hasso ist eigentlich ein ganz lieber“. Das traute sich Tim dann aber doch nicht. „ So“, sagte der Vater „ jetzt wird es aber Zeit. Wir müssen weiter. Bis zum nächsten mal. Auf Wiedersehen“. „ Auf Wiedersehen“, verabschiedete sich der Mann hinter dem Zaun.
Als die beiden ein Stück gegangen waren,sagte der Vater zu Tim: „ der Hund war ganz schön groß. Ich hatte mich doch sehr erschrocken als der da plötzlich stand und bellte“. „ Ich mich auch „, sagte Tim „aber eigentlich ist er doch ganz lieb“. „ Das stimmt“, meinte der Vater „ aber bei fremden Hunden muss man immer erst mal vorsichtig sein“.
Als Tim und seine Freunde am nächsten Tag zur Schule gingen, liefen sie den Weg wie früher, an dem Haus mit dem Hund vorbei. Die anderen Kinder wechselten vor dem Haus die Straßenseite um nicht direkt am Zaun vorbei gehen zu müssen.
Tim tat das nicht. Er lief direkt auf Hasso zu, der im Garten stand und bellte als er die Kinder sah. Tim warf ihm ein Hundeleckerli zu, das er sich extra vorher eingesteckt hatte. Als Hasso sich dann wieder bettelnd an den Zaun setzte, streichelte Tim ihn sogar.
Die Kinder sahen von der anderen Straßenseite aus zu und konnten kaum glauben wie mutig Tim war.
Tim war sehr stolz auf sich, das er seine Angst besiegt hatte und fand es natürlich toll von den anderen Kindern bewundert zu werden.